Video-Gottesdienst vom 22.3.2020

„Lätare Freuet euch!“
(Gottesdienst zum Nachlesen)

(Orgelmusik)
Begrüßung:
Ich begrüße Sie sehr herzlich zu unserem ungewohnten Gottesdienst. Es sind schwierige Zeiten. Das hier ist eine ungewohnte Situation, die mir langsam vertraut wird. Wir haben schon einige Videos ins Netz gestellt.
Und das Gefühl wächst: Ich stehe hier allein, aber es sieht mir jemand zu.
So feiern wir auch diesen Gottesdienst im Namen Gottes, des Vaters, der Menschen in schwierigen Zeiten mit seinem Stecken und Stab begleitet, im Namen Jesu, seines Sohnes, der in seinen schwierigen Zeiten Kraft durch das Gebet fand, und im Namen der Kraft Gottes, die wir seinen Heiligen Geist nennen, die uns immer wieder Kraft gibt und Zuversicht.

Am Anfang eines Gottesdienstes beten wir einen Psalm. Damit erinnern wir uns an unsere Wurzeln: Jesus war Jude und lebte in den Glaubenstraditionen seines Volkes. Psalmen sind Gebete, in denen Menschen ihre Gedanken, Gefühle, Sorgen und Ängste zu Gott brachten.
Heute mit Versen aus Psalm 84
2 Wie lieblich sind mir deine Wohnungen, Gott!
3 Meine Seele verlangt und sehnt sich
nach den Vorhöfen des Herrn;
mein Leib und Seele freuen sich in dem lebendigen Gott.
6 Wohl den Menschen, die dich für ihre Stärke halten
und von Herzen dir nachwandeln!
7 Wenn sie durchs dürre Tal ziehen,
wird es ihnen zum Quellgrund,
und Frühregen hüllt es in Segen.
8 Sie gehen von einer Kraft zur andern
und schauen Gott in Zion.
9 Gott, höre mein Gebet; vernimm es, Gott Jakobs!
12 Denn Gott der Herr ist Sonne und Schild.

Der Sonntag heißt Lätare und gilt als kleines Osterfest in der Passionszeit. Lätare,
das heißt „Freuet Euch!“.
Freuen? – Nein, nach „Freuen“ ist mir gerade nicht zumute. Die Trennung von
meiner Familie, meinen Freunden, von den Menschen in der Gemeinde und im Dorf
fällt mir schwer. Ich vermisse sie! Das Lachen und Freuen, das Diskutieren und
Austauschen, das Zusammensein.
Manchmal denke ich: So schlimm kann es doch gar nicht sein!
Aber dann höre und lese ich die Zahlen: Tausende sind mit dem Corona-Virus
infiziert, hunderte sind schon gestorben – nur in Deutschland. Stündlich werden es
mehr.

Freuet euch? Nein, wirklich nicht!
Der Spruch aus der Bibel zum Nachdenken für diese Woche erzählt von einem
Weizenkorn. Ein Weizenkorn weist über den Tod auf das Leben und den Neuanfang:
„Liebe wächst auf, die längst erstorben schien …“ (Evangelisches Gesangbuch Nr. 98).
Das ist ein Weizenkorn. Sie können es nicht einmal sehen, so klein ist es in meinen
Fingern. Es wird in die Erde gelegt. Dann wächst ein grüner Halm. Weizen wird
daraus. Aus Weizen wird Mehl, aus Mehl wird Brot. Brot ist ein Lebensmittel, Mittel
zum Leben.
Und da bin ich wieder am Anfang. Ich brauche das Zusammensein mit anderen wie
das tägliche Brot. Aber in diesen Zeiten geht es nicht. Nicht so.
In einem Passionslied (Evangelisches Gesangbuch Nr. 98) heißt es:
„Korn, das in die Erde, in den Tod versinkt, Keim, der aus dem Acker in den Morgen
dringt. Liebe lebt auf, die längst gestorben schien:
Refrain: Liebe wächst wie Weizen und ihr Halm ist grün.“

Es ist schon etwas aufgewachsen:
- Hilfsangebote für Risikogruppen
- Telefonate werden häufiger
- Angebote wie dieses
- Wir halten uns fern – und sind füreinander da! Das zeigen viele, indem sie
jeden Abend um 19 Uhr eine Kerze ins Fenster stellen und allein und doch
gemeinsam ein Gebet sprechen. Die Glocken unserer Kirchen läuten dazu.
Wir halten uns fern – und sind füreinander da! Nur so geht es. Auch wenn es
mir schwerfällt.
Kraft dazu gibt mir einer meiner Lieblingsverse aus der Bibel: „Aber Gott hat uns
nicht gegeben einen Geist der Furcht, sondern der Kraft, der Liebe und der
Besonnenheit!“ (2. Timotheus 1,7)
Wir gehen durch ein finsteres Tal. Aber wir gehen nicht allein. Das ist meine feste
Überzeugung, meine Zuversicht. Gott gibt uns Kraft durchzuhalten, Ideen und
Alternativen zu entwickeln. Fantasie, sie umzusetzen.
Daran erinnert uns dieser Sonntag. Amen

Gebet
„Wenn wir verunsichert sind, Gott,
hilf uns ruhig zu bleiben,
Wenn von allen Seiten Nachrichten eintreffen, wahr oder falsch,
hilf uns zu unterscheiden;
Wenn Furcht uns den Atem nimmt
und Angst auf der Tagesordnung zu stehen scheint,
hilf uns, Gott,
Hilf uns, dass wir uns mit unseren Herzen erreichen,
wenn wir die Hände nicht mehr reichen dürfen,
Hilf uns, untereinander verbunden zu bleiben,
wenn wir Abstand zueinander halten müssen,
Hilf uns, so umfassend wir können zu lieben,
in dem Wissen, dass „die Liebe alle Furcht austreibt.“

Gemeinsam beten wir: Vater unser im Himmel
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich
und die Kraft und die Herrlichkeit
in Ewigkeit. Amen.

Allerlei Hoffnungswünsche

Mögen aus der Knospe Hoffnung,
die dir geschenkt wurde,
frischgrüne Blätter treiben und ihre Wurzeln
sich tief in dein Herz senken.
Möge Segen dich tragen,
Vertrauen deine Gedanken, Worte und Schritte lenken.
Mögen deine Seelennöte von dir weichen
und dein Lebensmut neu erstarken.
Mögest du Dankbarkeit empfinden können
für jedes noch so kleine
Hoffnungsgeschenk
(Angelika Wolff)

Gott segne und behüte euch
Gott schenke euch Freude am Leben,
Hoffnung für alles Kommende
und Kraft zum Lieben.
Gottes Geist begleite und stärke euch
auf allen euren Wegen.

Es gilt das gesprochene Wort!

Pfarrerin Birgit Schniewind, Osterath

DAS NEUE PRESBYTERIUM

Schwierige Zeiten erfordern ungewöhnliche Maßnahmen. Gottesdienste werden nicht mehr gemeinsam gefeiert. Deshalb kann auch keine Einführung des neuen Presbyteriums im Gottesdienst erfolgen. Daher hat die Superintendentin unseres Kirchenkreises, Frau Dr. Barbara Schwahn den Beschluss gefasst, dass die neu gewählten Mitglieder mit Ablauf des 22.März 2020 als eingeführt gelten, wenn sie das Amtsgelübde mündlich, schriftlich oder per E-Mail mit einer Ablichtung des unterschriebenen Gelübdes gegenüber der stellvertretenden Vorsitzenden abgeben haben. Die wiedergewählten Mitglieder sind entsprechend von der stellvertretenden Vorsitzenden mündlich, schriftlich oder per E-Mail an ihr Gelübde erinnert worden.
Daher ist das neue Presbyterium nun seit dem 22.März2020 im Amt:
Herr Carsten Block
Frau Dr. Susanne Fricke-Otto
Frau Diana Friederici
Frau Sibylle in der Schmitten,
Frau Isabelle Mertens
Herr Dr. Bertram Müller,
Herr Dr. Wolrad Rube,
Frau Alina Schwarten
Herr Reinhard Speck
Herr Friedel Tischler

Unser Gott segne ihren Dienst in der Gemeinde
Pfarrerin Birgit Schniewind, stellvertretende Vorsitzende

Liebe Gemeinde und alle, die unsere Homepage besuchen!

Das Coronavirus ist für alle eine große Herausforderung. Deshalb ist es in diesen Tagen der notwendigen Isolation besonders wichtig, Gemeinschaft im Glauben zu leben. Dies ist auch weiter möglich.

Licht der Hoffnung

Wir laden Sie herzlich ein, sich an einer besonderen Idee zu beteiligen: Stellen Sie um 19 Uhr eine Kerze als Licht der Hoffnung ans Fenster. Währenddessen wird in der Kirche die Osterkerze entzündet. Zum Klang der Glocken beten wir in ökumenischer Gemeinschaft für unsere Familien, unsere Stadt, unser Land und die Welt. Jeder Haushalt für sich. Beim gemeinsamen Vaterunser wissen wir uns mit allen verbunden und von Gott gehalten.

Gebete
Deine Liebe ist stärker als der Tod, guter Gott.
Wo alles ausweglos scheint, da öffnest du uns neue Wege.
Wir entzünden ein Licht und beten
für Menschen, die um ihre Existenz fürchten;
für Menschen, die Angst haben, krank zu werden;
für Menschen, die krank sind;
für Menschen, die im Sterben liegen.
Und wir bitten dich, guter Gott: Sei du ganz nahe bei diesen Menschen.
Nimm du uns alle bei der Hand und führe uns durch diese schwierigen Zeiten.
Gemeinsam beten wir:
Vater unser im Himmel
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich
und die Kraft und die Herrlichkeit
in Ewigkeit. Amen.

Segen

Gottes Segen sei mit dir
auf dem gewundenen Pfad deines Lebensweges,
bei deinen Aufgaben in Familie und Beruf,
bei deinen Entscheidungen, die du täglich triffst,
bei jedem Schritt, den du ins Unbekannte tust.
Gottes Segen sei mit dir.

Herzlich willkommen zur KinderKirchenKorona-Challenge!

Alle Kinder vom Bodensee bis zu den Halligen sind eingeladen, sich zu beteiligen.
Jeden Tag gibt es eine Aufgabe, mal lustig, mal spannend, mal leise, mal laut, mal überraschend.


Ev. Kirchengemeinde Osterath
Alte Poststraße 15
40670 Meerbusch
Tel. 02159 9123-85
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Kita Krähennest
Leiterin: Claudia Kleingrothe
Rudolf-Lensing-Ring 84
40670 Meerbusch
Tel. 02159 528277
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Kita Himmelszelt
Leiterin: Petra Voß 
Insterburger Straße 20
40670 Meerbusch
Tel. 02159 2695
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